KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Übungen

IKARUS 2013 – Der Landkreis übt den Katastrophenfall

Herzogenaurach, 27.September 2013. Alle sechs Jahre soll in jedem Landkreis und in jeder Stadt im Freistaat eine Katastrophenvollübung stattfinden – so schreibt es das Bayerische Staatsministerium des Inneren vor. Heute (Freitag den 27. September 2013) probt nun der Landkreis Erlangen-Höchstadt seit 19:00 Uhr für den Ernstfall: Seit Monaten hatte sich in gewissen Zeitabständen ein Planungsteam aus Vertretern aller an der Übung beteiligten Behörden und Organisationen getroffen, um einer der größten Katastrophen-schutzübungen im Landkreis Erlangen-Höchstadt zu organisieren. Rund 800 Teilnehmer, Einsatzkräfte, Schiedsrichter, Übungsleiter und Verletzten-Darsteller, sind an der Vollübung IKARUS 2013 eingesetzt. Das voraussichtliche Übungsende ist für 23:00 Uhr geplant.

Ausgangslage:

Auf dem Flugplatz Herzogenaurach findet eine Flugschau statt. Zwei ältere Passagierflugzeuge, die am Airport Nürnberg gestartet sind, führen einen Kunstflug durch. Beide Flugzeuge kollidieren miteinander in der Luft. Maschine 1, eine Bombardier Dash, transportiert zum Zeitpunkt des Unglückes fünf Passagiere und drei Besatzungsmitglieder. Maschine 2, eine Cessna Citation, ist mit insgesamt 12 Personen besetzt. Die nach dem Zusammenstoß eingeleitete Notlandung beider Maschinen in Herzogenaurach misslingt, beide Passagiermaschinen verlieren größere Mengen Kerosin und Trümmer, die zum Teil brennen. Während die Cessna auf die Landebahn stürzt und in die Zuschauermenge schlittert, schlagen Teile der Bombardier-Maschine in das Dach der benachbarten REHA-Klinik ein. Dort kommt es u.a. zu einem Entstehungsbrand. Infolge der teilweise brennenden, abgestürzten Wrackteile am Flughafen Herzogenaurach entwickeln sich an zwei Stellen Waldbrände, die sich rasch ausbreiten.

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Alarmierung/Ablauf:

Gegen 19:00 Uhr erfolgte die Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Nürnberg. Im Laufe der Zeit werden weitere Regieeinheiten zum Einsatz kommen. Insgesamt müssen von den Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste des ASB/BRK, Technisches Hilfswerk, Bundeswehr, DLRG und Polizei, vier Schadenstellen abgearbeitet werden. Die Übungsleitung kann weitere Einsatzlagen – je nach Lageentwicklung und Fortgang der Rettungsarbeiten in den einzelnen Szenarien – einspielen.

Ziel der Katastrophenschutzübung Ikarus, an der Landrat Eberhard Irlinger als Leiter der Kreisverwaltungs-behörde, der Bayerische Staatsminister des Innern Herr Joachim Herrmann und Vertreter der Regierung von Mittelfranken sowie weitere Behördenvertreter als Beobachter teilnehmen, ist es, die Zusammenarbeit der einzelnen Verbände zu üben. In einigen Einsatzabschnitten beziehungsweise Führungskomponenten wird der Digitalfunk getestet.

Die Polizei sorgt für umfangreiche Verkehrslenkungsmaßnahmen. Parallel zu den laufenden Rettungsarbeiten an den Unglückstellen im Stadtgebiet Herzogenaurach und in der Umgebung tritt im Landratsamt in Erlangen ein Katastrophenschutz-Stab, bestehend aus Mitarbeitern der Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes sowie Fachberater der verschiedenen Hilfsorganisationen, zusammen.

 

Übersicht der an der Katastrophenschutzübung teilnehmenden Behörden/Organisationen:

Landratsamt Erlangen-Höchstadt:

Führungsgruppe Katastrophenschutz

Feuerwehr: Kreisbrandinspektionsdienst, Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, Pressestelle KFV ERH, Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis ERH

Technisches Hilfswerk: THW OV Baiersdorf, THW OV Nürnberg

Polizei: Glossary Link PI Herzogenaurach, Einheiten des POL-Präsidiums MFR.

Bayerisches Rotes Kreuz: BRK KV Erlangen mit Rettungsdienst und weiteren Schnelleinsatzgruppen, Bereitschaften und Fachdienstgruppen,  Unterstützungsgruppe Sanität-Einsatzleitung

Arbeiter-Samariter-Bund: ASB RV Erlangen mit Rettungsdienst und weiteren Schnelleinsatzgruppen,

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft: DLRG Erlangen und Dechsendorf mit Fachdienstgruppen

Kliniken: Kreiskrankenhaus Höchstadt/Aisch, Waldkrankenhaus Erlangen, UNI-Klinikum Erlangen

Sonstige: Notfallseelsorger, Rettungshundestaffel,

Schiedsrichter der Kreisbrandinspektion Neustadt a.d. A.

Bundeswehr: Kreisverbindungskommando (KVK) Erlangen-Höchstadt

 

Ein ausführlicher Bericht mit einer Bilddokumentation über die Katastrophenschutz-Vollübung folgt in den nächsten Tagen.

 

Hannah Reuter Pressestelle Landratsamt ERH

Thomas Birkner Pressestelle KreisFeuerwehrVerband Erlangen-Höchstadt e.V.