KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Übungen

"Ballonabsturz" im Reichswald

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Uttenreuth. Seit Monaten hat der Sebalder Reichswald keinen Tropfen Regen mehr abbekommen, alles ist knochentrocken. Bei einer Ballonfahrt über dem Waldgebiet bekommt das Luftfahrzeug Probleme. Zunächst versucht der Pilot noch, durch den Abwurf von Ballast und schließlich notgedrungen auch Flüssiggasflaschen, an Höhe zu gewinnen. Vergebens - der Ballon stürzt nahe der Bunkeranlage in den Wald, die Insassen werden herausgeschleudert, durch die Gasflamme kommt es zu einem Waldbrand. Als ob dies noch nicht genug wäre, verunglückt auch noch der alarmierte Förster mit seinem PKW und wird eingeklemmt.

Dies war das Ausgangsszenario für die diesjährige Gemeinschaftsübung der Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth am 13.Oktober. Gegen 14:00 Uhr erfolgt die Alarmierung, ebenso wird ein Fahrzeug des BRK Heroldsberg entsandt. Plangemäß fahren sämtliche Einsatzkräfte zunächst den vorgeplanten Bereitstellungsraum, die Busspur auf der Staatsstraße bei Weiher an, während die Erkundungsmaßnahmen laufen. Das Waldgebiet ist viel zu unübersichtlich und zu weitläufig, als dass man die Einsatzstelle schnell mit Löschfahrzeugen erreichen könnte.

Schritt für Schritt werden auf der Basis der Erkundungsergebnisse Einsatzabschnitte gebildet und die Löschfahrzeuge der FF Adlitz, Buckenhof, Marloffstein, Rathsberg/Atzelsberg, Spardorf und Uttenreuth an die verschiedenen Einsatzstellen herandirigiert, teilweise erst einmal noch in einen zweiten Bereitstellungsraum beordert. Die Menschenrettung hat dabei Vorrang: Gleichzeitig laufen rund einen Kilometer weit voneinander entfernt die Befreiung des eingeklemmten Försters aus seinem PKW und die Rettung eines in einem Baum hängenden Passagiers des Ballons sowie die Bergung des Ballonkorbes. Weitere Opfer werden am Boden versorgt. Zeitgleich gilt es, die abgeworfenen Gasflaschen zu finden und den Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Zudem muss nach weiteren Vermissten gesucht werden, wofür das Unterholz in der Umgebung mit einer Kette aus Einsatzkräften durchkämmt wird.

Nach rund 60 Minuten ist die Übung beendet, sämtliche Opfer sind gerettet oder geborgen, das Feuer gelöscht und alles Gasflaschen gefunden und gesichert. Das Organisationsteam der FF Uttenreuth hatte sich bei der Vorbereitung der realitätsnahen Übung mächtig ins Zeug gelegt und dafür gesorgt, dass alle Beteiligten mächtig gefordert wurden. Beobachtet wurde die Übung von Kreisbrandinspektor Stefan Brunner, Kreisbrandmeister Klaus Funk sowie Bürgermeisterin Birgit Herbst (Spardorf), Georg Förster (Buckenhof) und Frederic Ruth (Uttenreuth). Diese hatten abschließend sowohl für die Vorbereitung als auch die zügige und fachlich versierte Abarbeitung des Szenarios großes Lob parat, bevor der anstrengende Nachmittag mit einer gemeinsamen Brotzeit ausklang.

 

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Bilder und Bericht: Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V.