KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Lehrgänge

Verstärkung in Sachen Gefahrguteinsatz

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Herzogenaurach: Ein Lehrgang zum Träger von Chemikalienschutzanzügen CSA brachte im Landkreis Verstärkung. Insgesamt acht Teilnehmer aus den Wehren Herzogenaurach und Röttenbach, sowie zwei Teilnehmer der Werkfeuerwehr Schaeffler stellten sich der wichtigen Aufgabe zur Ausbildung im Bereich ABC-Dienst bzw. Gefahrgut.

 

Nach der FwDv 500 (Einheiten im ABC-Einsatz) wurde den Kameraden ein wichtiges Spektrum der Tätigkeiten im Feuerwehrdienst vermittelt.

Die Ausbildung fand in Herzogenaurach unter Lehrgangsleiter Glossary Link KBM Patrick Dreher statt, der mit vier weiteren Ausbildern, die auch für die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger tätig sind, alle nötigen Kenntnisse zum Einsatz von CSA lehrte. Eine besondere Aufgabe für Feuerwehrdienstleistende, wobei hier einige Vorkenntnisse und Erfahrungen im Bereich Atemschutz nötig sind. Die Belastung des Tragens dieser Schutzanzüge verlangt einiges ab, nicht nur für die Träger persönlich, sondern auch für beteiligte Kameraden, die bei den Vorbereitungen zum Einsatz zwingend notwendig sind. Für das Anlegen eines solchen Schutzanzuges ist ebenso geschultes Personal unumgänglich, da mit der Ausstattung des Pressluftatmers, sowie eines Funkgeräts unter dem CSA auch das Einsteigen, Öffnen und Schließen des Anzugs einer zweiten Person bedarf. Bei dem dreiwöchigen Lehrgang galt es, physikalische Grundlagen zu Gefahrstoffen, deren Wirkung auf den Menschen und die Grundtätigkeiten der Feuerwehr im Gefahrguteinsatz zu erlangen. Die Lehrgangsteilnehmer lernten die verschiedenen Schutzanzüge kennen, die je nach Gefahreneinfluss in Form I bis Form III „leichter" oder „schwerer" ausfallen.

Sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis wurden die sachgerechte Erkundung von Schadenslagen und das Finden technischer Lösungsansätze, sowie die Aufgaben innerhalb des Gefahrgutzuges geschult und angewendet. Dabei mussten die Teilnehmer unter voller Ausrüstung realistische Einsatzszenarien abarbeiten, wobei Leckagen abzudichten und Verletzte aus dem Gefahrenbereich zu retten waren. Ziel solcher Übungen ist die Gewöhnung an die Beeinträchtigung der Handhabung mit Werkzeug und Material durch die schwere Ausrüstung. Auch die Kommunikation zwischen den Trupps und deren Gruppenführer spielt eine wichtige Rolle. Jede Meldung aus dem Gefahrenbereich gibt wichtige Hinweise an den Führungsdienst vor Ort. Erkunden, Melden, die Menschenrettung und Schadensbegrenzung sind einige grundspezifische Tätigkeiten. Auch das allgemeine Notfallmanagement gehört zum Inhalt des Lehrgangs.

Auf verschiedenste Gerätschaften zum Umfüllen von Gefahrstoffen in geeignete Behältnisse und das Abdichten und Auffangen auslaufender Stoffe aus Leckagen, wurde in verschiedenen Stationen ausführlich eingegangen.

Ein interessanter Lehrgang mit speziellem Aufgabenfeld, der von allen Teilnehmern mit Erfolg abgeschlossen wurde.

 

Für diese neue Funktion gratulieren wir:

Jonas Lösch FF Herzogenaurach
Gianluca Negri FF Herzogenaurach
Florian Herbig FF Herzogenaurach
Frances Hannebauer FF Röttenbach
Andreas Warter FF Röttenbach
Maximilian Müller FF Röttenbach
Florian Höcherl WF Schaeffler
Herrmann Süß WF Schaeffler

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Bericht: Sebastian Weber (Pressesprecher KFV ERH e.V.)  /  Bilter: FFHZ