KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Lehrgänge

Neue Einsatzkräfte für die Dekontamination

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Erlangen-Höchstadt. Erneut sind die Feuerwehren des Landkreises Erlangen-Höchstadt in der Abwicklung von Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern einen Schritt weiter: Am vergangenen Samstag beendeten die jeweils 2.Staffeln der Feuerwehren Forth/Frohnhof, Hammerbach und Neuhaus ihre Ausbildung für Dekontamination von Einsatzkräften im ABC-Einsatz.

Bei der Bewältigung von Notfallsituationen, an denen atomare, biologische oder chemische Stoffe freigesetzt werden oder worden sein könnten, ist es von besonderer Bedeutung, die damit potentiell in Kontakt gekommen Einsatzkräfte rechtzeitig davon zu befreien (=Dekontamination) , bevor beispielsweise ihr Atemluftvorrat zu Ende geht oder sie aus anderen Gründen schnell aus ihrer Schutzausrüstung befreit werden müssen.

Durch die betroffenen, ohnehin schon zur Gefahrenabwehr im Einsatz befindlichen Feuerwehren ist dies sowohl technisch als auch personell, vor allem tagsüber, wenn die Einsatzkräfte berufsbedingt nicht in ausreichender Zahl verfügbar sind, immer schwerer sicherzustellen.

Aus diesem Grund wurde durch den Landkreis in jedem Inspektionsbereich eine sogenannte Dispo-Gruppe „Dekontamination“ ins Leben gerufen und materiell ausgestattet, die für entsprechende Einsatzlagen bereits bei der Erstalarmierung mit berücksichtigt sind, um diese Aufgabe zeitnah übernehmen zu können. Da der Luftvorrat der Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen nach rund 20 Minuten aufgebraucht ist, muss auch die Dekontamination zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein, damit die Feuerwehrleute sicher aus ihrer „Schutzhülle“ steigen können.

Die benötigte Ausrüstung einschließlich Duschzelt ist auf Rollcontainern verlastet und wird mit Mehrzweckanhängern oder Logistikfahrzeugen der drei genannten Wehren zur Einsatzstelle gebracht. Nachdem im vergangenen Jahr in jeder der eingeteilten Wehren die erste Staffel daran ausgebildet worden war, stand nun die Schulung der zweiten Staffeln aller drei Standorte an. Diese wurden seit 27.April an zwei Freitagabenden und zwei Samstagen intensiv ausgebildet. Durch die Mitglieder des Gefahrstoff-Teams des Landkreises, Glossary Link KBM Dieter Püttner, KBM Sven Menger, KBM Patrick Dreher, Wolfgang Peehs und Patrick Sorger, wurden dabei die benötigten Unterrichtsinhalte anschaulich in Theorie und Praxis vermittelt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten dabei nicht nur Theorie die dafür gültigen Vorgaben und Dienstvorschriften, das ABC-Abwehrkonzept des Landkreises, Messgeräte und die persönlichen Schutzausrüstungen für den Gefahrstoffeinsatz kennen, sondern übten vor allem intensiv den praktischen Umgang mit den ihnen zur Verfügung stehenden Gerätschaften und Materialien, auch für Notfallsituationen.

Beim Abschlussgespräch am Ende des letzten Tages zeigte sich Ausbildungsleiter Dieter Püttner hochzufrieden mit deren Engagement und Leistungen während des Lehrgangs und gab einen Ausblick auf das, was in Zukunft an Schulungen auf sie zukommt. Kreisbrandinspektor Jürgen Schwab (Dienstbereich 5), der ebenso wie sein Amtskollege Stefan Brunner aus dem Dienstbereich 4 zum Lehrgangsabschluss nach Neuhaus gekommen war, zollte den teilnehmenden Einsatzkräften im Namen der Kreisbrandinspektion seinen Respekt für die Übernahme dieser verantwortungsvollen Zusatzaufgabe zum Wohle aller Feuerwehren des Landkreises.

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Bericht und Bilder: Glossary Link KBI Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V.