KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Jugend

Gemeinsamer "Berufsfeuerwehrtag" der Jugendfeuerwehr

Mit einem „Berufsfeuerwehrtag" in Uttenreuth/Weiher konnten die Jugendwarte Nino Schöfer und Christian Holland mit einigen Kameraden ein spannendes Wochenende auf die Beine stellen.

Gemeinschaftlich mit den benachbarten Feuerwehren Buckenhof, Marloffstein und Spardorf wurde den insgesamt 32 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren am vergangenen Samstag und Sonntag viele Aktionen im alltäglichen Feuerwehrdienst beschert. Wie die Berufsfeuerwehr konnten sich die Teilnehmer fühlen, die den Dienst am Samstag früh antraten. Jede Wehr versammelte sich in Ihren Gerätehäusern zur Einteilung der anstehenden Aufgaben und Funktionen. Die zwölf- bis siebzehnjähren Jungfüchse sind natürlich bereits mit allen Themen vertraut, da dies in regelmäßigen Abständen das ganze Jahr über geschult und geübt wird.

Nach dem organisatorischen Teil ging es auch schon los.

Eine Ölspur mit folgen!
Auch dies gehört zur Aufgabe der Feuerwehr, einer Gefahrenabwehr in Form der Beseitigung von Ölspuren auf öffentlichen Straßen und Wegen. Eigentlich eine Routinearbeit für die Feuerwehr.
Mit Alarmgong und Durchsage der gemeldeten Einsatzstelle wurden die Fahrzeuge besetzt.
Mit Ölbindemittel, Schaufel und Besen musste ein ausgelaufenes Mittel gebunden und aufgenommen werden. Angenommen wurde das Auslaufen von Kraftstoffbehältern, die sich im weiteren Verlauf plötzlich entzündeten. Schnelles Handeln war gefragt und so gab es hierbei die erste, ernste Lage.
Nach der Rückkehr in die Gerätehäuser galt es, die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen. Gerätschaften müssen gereinigt und wieder ordnungsgemäß im Fahrzeug verstaut werden, um für den nächsten Einsatz gewappnet zu sein.
Ein Brandmeldealarm war die nächste Lage, wobei hier ein Löschzug erforderlich ist. Löschfahrzeuge samt Drehleiter mussten ausrücken. Nach Eintreffen am Einsatzort erkundeten die Jünglinge die Gegebenheiten der ausgelösten Brandmeldeanlage. Auch die Aufgabe der Gruppenführerin oder des Gruppenführers durften einige junge Teilnehmer mit der Begleitung der „Großen" durchspielen. Dabei setzt der Gruppenführer einer Einheit die Aufgaben für die Mannschaft fest, nachdem er die Lage vor Ort erkundet und mit dem Einsatzleiter besprochen hat. In diesem Fall war es ein Fehlalarm.
Das ist keine Seltenheit bei einem Brandmeldealarm, dennoch muss hier immer von einem Ernstfall ausgegangen und mit den nötigen Kräften angerückt werden.

Zur Mittagszeit stand das gemeinsame Kochen an. Hier ist ebenfalls jedermann gefragt. Der Zusammenhalt steht hier an erster Stelle. Bei einer Berufsfeuerwehr, wo man Tag wie Nacht zusammenarbeitet, gehört auch reichlich Verpflegung dazu und wie immer, packt jeder irgendwo mit an. In der Hoffnung, dass dies ohne einen alarmbedingten Zwischenfall von statten gehen kann, setzte man sich zusammen und erholte sich beim gemeinschaftlichen Mittagstisch im Schulungsraum.
Abseits der ernsten Lage im Einsatz ist hierbei viel Platz für die Kameradschaft, wo diskutiert, gelacht und gescherzt wird.
Viele Themen und viele interessante Aufgaben sind im Bereich der Jugendfeuerwehr gegeben.
Spielerisch, sowie realistisch, können sich die Jugendlichen mit allen Aufgaben rund um die Feuerwehr vertraut machen. Hierzu gehört nicht nur der sichere Umgang mit Schlauch und Strahlrohr, sondern auch das Absichern von Einsatzstellen oder die Handhabung eines Funkgeräts. Dies geschieht bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres jedoch nur außerhalb des Gefahrenbereichs und nicht auf öffentlichen Straßen.

Weiter im Verlauf des aktionsreichen Tages, ging es für alle zu einem Großbrand. Ein Bauernhof stand in Flammen. Die Schwabach wurde zur Löschwasserversorgung genutzt. Hier musste eine Saugleitung aufgebaut werden, die mit der Fahrzeugpumpe das nötige Löschwasser heranbrachte. Das Fahren der Löschfahrzeuge, sowie die sichere Bedienung der Pumpen übernahmen natürlich die Erwachsenen.
Auch die Rettung von Personen in Form von Übungspuppen, beispielsweise eingeklemmt unter einem PKW, galt es im Laufe des Tages durchzuführen. Die technische Hilfe ist ein großer Teil der Aufgaben in der Feuerwehr. „Langweilig wird das sicher nicht" - das ist allen klar.

Nach dem Abendessen schien es um das Einkehren der abendlichen Ruhe. Mit vollem Magen ging es jedoch erneut hinaus.
Ein Flächenbrand wurde gemeldet. Alle beteiligten Wehren wurden abgerufen, um ein Feuer auf einer Freifläche zu bekämpfen. Der Aufbau einer Löschgruppe mit Mehreren C-Rohren wurde durchgeführt. Gemeinsam war das Feuer dann rasch gelöscht.

Die anschließende Nachtruhe wurde jedoch allen gegönnt. Hier gab es am späten Abend nur noch das gemütliche Beisammensein, bevor sich jeder in seine Feldbetten und Matratzen verkroch.

Einige Aufgaben standen am nächsten Tag noch an. Am Ende halfen alle zusammen, um die eingesetzten Geräte wieder einsatzbereit zu machen und die bezogenen Räume zu säubern.

Zur Mittagszeit versammelten sich alle beteiligten samt der Eltern zu einem gemeinsamen Grillen im Gerätehaus der Feuerwehr Buckenhof, wo die Eindrücke der letzten 24 Stunden begeisterten Ausklang fanden.

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Text/Bilder: Sebastian Weber, Pressesprecher Kreisbrandinspektion ERH

Bilder: FF Uttenreuht/Weiher