KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Einsatzberichte des KFV

Heftige Regengüsse im Landkreis

DB5/3 Hemhofen/Zeckern: Am späten Donnerstag Nachmittag gegen halb fünf wurden erstmals die Feuerwehren Eschenau und Eckenhaid im östlichen Landkreis alarmiert, um nach Gewitter und Starkregen einzugreifen. Die Wetterfront zog sich quer nord-westlich über Baiersdorf, wonach dort die nächsten Unwettereinsätze auftraten. Etwa ab 17:30 Uhr brach das Unwetter mit heftigem Starkregen im Bereich Hemhofen/Zeckern ein, wo die Intensität sein größtes Ausmaß annahm. Über 170 Einsätze wurden hier nach und nach aufgenommen, wonach eine Stunde später die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung zur Koordination und Ansprechstelle ins Gerätehaus nach Zeckern gerufen wurde. Dort wurde die zentrale Einsatzleitung und Anlaufstelle für sämtliche Einsatzkräfte errichtet. Auch das THW Baiersdorf kam zum Einsatz, sowie das BRK inklusive Versorgungsdienst. In verschiedenen Bereichen der Gemeinde liefen Keller und Schächte voll Wasser. Ein großes Problem für die Keller in Wohnhäusern, Gewerbehallen sowie in der Schule waren inliegende Abflüsse und Kanäle, wonach Diese die rasch angestiegenen Wassermengen in der Kanalisation nicht mehr ableiten konnten. Das Abwassernetz im gesamten Gebiet lief so schnell voll, dass Schächte und Abflüsse wahrlich zu sprudelnden Quellen wurden. In kurzer Zeit standen so manche Keller bis zu 40cm unter Wasser. Stark traf es unter anderem eine Schule in Zeckern, wo das Wasser an den Fenstern des Untergeschosses bis zu 1,20m anstand. Hier waren alle Fenster geschlossen, jedoch konnten die Dichtungen das Eindringen der Wassermengen nur eindämmen. Dort musste dennoch mit Saugschläuchen und Feuerlöschkreiselpumpe gearbeitet werden um den ca. 150qm großen Musiksaal abzupumpen. Desweiteren wurden Schächte und Gewerbeflächen mit Tauchpumpen und etlichen Wassersaugern abgearbeitet. Auch ein Rohrreinigungsdienst aus Adelsdorf bot sich mit einem Pumpenfahrzeug an, welches lange Zeit zum Einsatz kam. Nach und nach wurden immer mehr Feuerwehren des Landkreises hinzugezogen um das hohe Einsatzaufkommen zu stemmen. Führungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst hielten immer wieder Besprechungen untereinander ab, um stetig koordiniert agieren zu können. Kreisbrandrat Matthias Rocca, sowie Glossary Link KBI Schwab arbeiteten eng mit den Kräften der UG-ÖEL und der Einsatzleitung Hemhofen/Zeckern zusammen. Nachdem kurz nach acht Uhr die Unwetterwarnung durch den Deutschen Wetterdienst aufgehoben wurde, blieb die Lage weiter angespannt. Gegen 20:30 Uhr wurden die letzten überörtlichen Kräfte nach Zeckern alarmiert. Zum Einsatz kamen rund 30 umliegende Feuerwehren mit bis zu 350 freiwilligen Männern und Frauen. Bis Mitternacht gingen die Arbeiten, welche im Laufe der Nacht vereinzelt erneut auftraten. Die Zusammenarbeit der vielen Einheiten verlief reibungslos und koordiniert, sodass die Aufgaben der Rettungsorganisationen nach definierter Priorität effektiv abgearbeitet werden konnten.

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Bericht und Bilder: Sebastian Weber, Pressestelle KFV ERH e.V