KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Einsatzberichte des KFV

Feuer in Flüchtlingsunterkunft

 

Eschenau. Einen Großeinsatz von Feuerwehren und Rettungskräften zog ein Brand in einer Sammelunterkunft für Flüchtlinge in Eschenau am Abend des 3.Oktober nach sich. Mehrere Bewohner mussten wegen eingeatmeter Rauchgase vor Ort durch Notärzte und Rettungsdienst versorgt werden, eine Person wurde vorsichtshalber in eine Klinik eingeliefert. Das Feuer selbst konnte rasch gelöscht werden.

Um 20:17 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg nach entsprechenden Notrufen gemäß dem Alarmplan für die in einem ehemaligen Gasthof in der Eschenauer Hauptstraße eingerichtete Sammelunterkunft die Feuerwehren aus Eschenau, Brand, Eckenhaid, Forth, Heroldsberg, Lauf a.d.Pegnitz, den Einsatzführungsdienst und die Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“ des Landkreises Erlangen-Höchstadt, den Fachberater des THW Baiersdorf und die Polizei, dazu fünf Notärzte, mehrere Rettungs- und Krankentransportwagen sowie weitere Einheiten zur Einsatzleitung sowie zum Transport und der Betreuung der evakuierten Bewohner in einer Mehrzweckhalle in Eschenau.

Beim Eintreffen der örtlichen Feuerwehr drang dichter Rauch aus Fenstern im 1.Obergeschoß des Gebäudes. Die Bewohner, überwiegend Familien mit Kleinkindern und Babies sowie junge Flüchtlinge, hatten sich bis dahin bereits selbst in Sicherheit bringen können und standen teils barfuß in der herbstlichen Witterung auf der Straße, bevor sie für den ersten Moment in einem benachbarten Gasthaus durch Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen registriert und betreut werden konnten.

Unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Sven Menger, wurden zur Brandbekämpfung wurden die beiden Drehleitern aus Eschenau und Heroldsberg sowie mehrere tragbare Leitern in Stellung gebracht und unter schwerem Atemschutz zwei C-Rohre vorgenommen. Aus den Reihen der 137 anwesenden Feuerwehrleute standen umgehend zahlreiche weitere Angriffs- und Rettungstrupps an der Brandstelle in Bereitschaft, daneben wurde die Löschwasserversorgung über Tanklöschfahrzeuge und Hydranten sichergestellt und die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Das Feuer, das in einer Küche ausgebrochen war, konnte auf den betroffenen Raum beschränkt und schnell gelöscht werden. Weitere Räume wurden allerdings trotz schneller Entrauchung des Gebäudes durch Qualm und Ruß in Mitleidenschaft gezogen. Während des Einsatzes waren die Straßen im Ortskern für den Verkehr total gesperrt.

Hauptaufgabe der Polizei und des Rettungsdienstes war neben der Erstversorgung der evakuierten Personen, von denen einige Rauchgase eingeatmet hatten, festzustellen, ob tatsächlich auch alle der 44 in dieser Unterkunft gemeldeten Personen in Sicherheit waren, was nach kurzer Zeit auch bestätigt werden konnte. Glücklicherweise musste nur ein Bewohner mit einer Rauchgasvergiftung in eine Klinik transportiert werden. Rund 10 weitere Flüchtlinge konnten nach ambulanter Untersuchung und Versorgung durch fünf Notärzte und weit über 20 Rettungsdienstmitarbeiter zusammen mit den anderen Bewohnern in eine in der Mehrzweckhalle eilends eingerichtete Sammelstelle gebracht werden, wo sie durch das Bayerische Rote Kreuz betreut wurden, bis sie entweder in nicht betroffene Räume ihrer Sammelunterkunft zurückkehren konnten oder anderweitig ein Dach über dem Kopf bekamen, worum sich 1.Bürgermeisterin Ilse Dölle, die sofort an die Einsatzstelle gekommen war, kümmerte.

Ein Baufachberater des THW Forchheim, der an die Einsatzstelle gerufen worden war, begutachte das Gebäude auf seine Standfestigkeit. Nachdem die Feuerwehr mit Wärmebildkameras noch nach eventuell vorhandenen Glutnestern gesucht und die sieben anwesenden Helfer des THW Baiersdorf im betroffenen Bereich vorhandene Fehlböden geöffnet hatten, konnte festgestellt werden, dass die Statik des Gebäudes weder durch das Feuer noch durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Über die Brandursache und die Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr  keine Angaben gemacht werden, Beamte der Polizeiinspektion Erlangen-Land nahmen noch in der Nacht die entsprechenden Ermittlungen auf, am folgenden Morgen kamen auch Brandermittler der Kriminalpolizei Nürnberg zur Einsatzstelle.

Im Einsatz:

FF Eschenau: LF16/12, DLA(K)23-12, TLF16/25, Glossary Link MZF

FF Brand: LF16/12, LF8, Glossary Link TSA (LG Unterschöllenbach)

FF Eckenhaid: LF8/6, MZF

FF Forth: LF16/12, LF8

FF Heroldsberg: Glossary Link KdoW, LF16/12, DLA(K)23-12, TLF16/25, SW2000

FF Lauf a. d. Pegnitz: KdoW, TLF24/50

Kreisbrandinspektion: Glossary Link KBR Rocca, Glossary Link KBM Menger, KBM Brunner, KBM Bühl, KBM Hammerl, ELW2 UG-ÖEL

Rettungsdienst: Ltd. Notarzt, 4 Notärzte (2 Glossary Link NEF), 2 Glossary Link RTW, 2 Glossary Link KTW, OrgL, ELRD, UG-SanEL, Glossary Link SEG Betreuung, SEG Transport, weitere Kräfte

THW Baiersdorf: Fachberater, Bergungsgruppe mit GKW und MTW

THW Forchheim: Baufachberater

Polizeiinspektion Erlangen-Land: 2 Streifenfahrzeuge

Marktgemeinde Eckental: 1.Bürgermeisterin

 

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Text und Bilder: KBM Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V.