KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Einsatzberichte des KFV

Zwei Verletzte bei Wohnhausbrand

 

Hemhofen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war am frühen Sonntagmorgen beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Hemhofen gefordert. Bei dem Feuer wurden zwei Bewohner verletzt und mussten in eine Klinik gebracht werden, sieben weitere wurden vor Ort durch Notärzte und Rettungsdienst versorgt oder betreut. Die Feuerwehr, die eine vierköpfige Familie vom Balkon retten musste, hatte den Brand innerhalb weniger Minuten unter Kontrolle, dennoch entstand durch Flammen und Rauch hoher Sachschaden.

Um 03:39 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg die Feuerwehren Hemhofen/Zeckern, Röttenbach, Baiersdorf und Neuhaus sowie den Inspektionsdienst des Landkreises Erlangen-Höchstadt, den Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Baiersdorf mit dem Alarmstichwort „Brand Wohnhaus, Menschenleben in Gefahr“ in den Reihendorfer Weg. Seitens des Rettungsdienstes wurden zwei Notärzte, vier Rettungswagen und der Einsatzleiter Rettungsdienst entsandt, dazu mehrere Streifen der Polizeiinspektionen Höchstadt a. d. Aisch und Erlangen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte war eine Person bereits vom Balkon des Obergeschosses gesprungen und lag verletzt neben dem Gebäude. Vier weitere Personen, denen Flammen und Rauch im Treppenhaus die Flucht aus der Dachgeschosswohnung versperrten, machten sich auf im Dachgeschoss bemerkbar. Drei von ihnen wurden von der Feuerwehr vom Balkon über eine tragbare Leiter gerettet, der vierte Bewohner nach erfolgreicher Brandbekämpfung mittels einer Brandfluchthaube durch das Treppenhaus. Aufgrund der engen Zufahrt in der Stichstraße war eine Einsatz der Drehleiter nicht zeitnah möglich, ein anfangs sofort bereitgelegtes Sprungpolster musste nicht mehr aufgestellt werden.

Vier weitere Bewohner hatten sich zuvor schon selbst in Sicherheit bringen können. Sämtliche Bewohner wurden durch Notärzte und Rettungsdienst in einer Seitenstraße erstversorgt und betreut, zwei von ihnen mussten zur weiteren Behandlung in eine Klinik eingeliefert werden.

Die Feuerwehr konnte die Flammen, das augenscheinlich im Treppenraum ausgebrochen war und sich rasch in die Wohnung im Obergeschoß ausgebreitet hatte, unter schwerem Atemschutz innerhalb weniger Minuten ablöschen. Da sich das Feuer offensichtlich längere Zeit unbemerkt entwickeln konnte, entstand jedoch hoher Sachschaden durch Flammen, Rauch und Ruß. Mit einem Hochdrucklüfter wurden die Brandgase aus dem Gebäude geblasen und die Räume mit Wärmebildkameras kontrolliert, dennoch konnten die Bewohner in der Nacht nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren und mussten anderweitig unterkommen.

Über die Schwere der Verletzungen der Betroffenen, die Brandursache und die Höhe des entstandenen Sachschadens können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen.

 

  • 20170903_hemhofen_brand_1
  • 20170903_hemhofen_brand_10
  • 20170903_hemhofen_brand_2
  • 20170903_hemhofen_brand_3
  • 20170903_hemhofen_brand_4
  • 20170903_hemhofen_brand_5
  • 20170903_hemhofen_brand_6
  • 20170903_hemhofen_brand_7
  • 20170903_hemhofen_brand_8
  • 20170903_hemhofen_brand_9

Bilder und Text: Glossary Link KBM Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V.