KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Einsatzberichte des KFV

Egon! Oder: Freitag, der 13. ...

 

Erlangen-Höchstadt. Fest im Griff hatte das Sturmtief „Egon“ am Freitag, 13.Januar, auch den Landkreis Erlangen-Höchstadt: Seit dem frühen Morgen befanden sich Feuerwehren, Polizei sowie die Bauhöfe des Landkreises und der Gemeinden im Dauereinsatz, um Straßen von umgestürzten Bäumen, umgewehten Verkehrszeichen und umherfliegenden Teilen zu räumen sowie Schäden an Gebäuden an insgesamt weit über 60 Einsatzstellen zu minimieren. Nebenbei musste auch noch das „alltägliche“ Einsatzgeschehen abgewickelt werden.

Bis 14.01., 14:00 Uhr lagen der Pressestelle die folgende Informationen über Einsätze vor. Weitere Mitteilungen über Einsätze und Bilder (bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden) werden gerne entgegengenommen und an dieser Stelle mit veröffentlicht!

Inspektionsbereich 5:

Um 06:10 Uhr erfolgte die erste Alarmierung der Feuerwehren Adelsdorf und Aisch. Gemeldet war ein umgestürzter Baum auf der Kreisstraße ERH 16 zwischen Aisch und Zentbechhofen. Während bei der Hinfahrt nichts entdeckt werden konnte, war zwischenzeitlich tatsächlich ein Baum umgestürzt und blockierte den Rückweg. Nachdem dieser beseitigt war, wurde die FF Adelsdorf in die Obere Bachgasse gerufen, wo der Sturm eine Dachplatte auf einer Scheune gelockert hatte, die abzustürzen drohte. Diese wurde entfernt und das Dach provisorisch gesichert. Auf dem Rückweg erfolgte eine erneute Alarmierung zusammen mit der FF Aisch auf die Kreisstraße Richtung Zentbechhofen, wobei wiederum keine Feststellung gemacht werden konnte. Ob es sich dabei um einen Fehlalarm handelte oder der gemeldete umgestürzte Baum vielleicht bereits durch andere Verkehrsteilnehmer beseitigt wurde, ließ sich nicht mehr nachvollziehen.

Viel zu tun gab´s auch für die FF Neuhaus: So war zwischen Neuhaus und Heppstädt ein Baum in die Überland-Telefonleitung gestürzt, in Neuhaus selbst hatte „Egon“ das Dach einer Scheune teilweise abgedeckt und in der Schlossstraße ein Carport umgeworfen. Nachdem auf einem Gebäude in der Bucher Straße ebenfalls ein Dach teilweise abgedeckt worden war und die Ziegel die Solaranlage zu beschädigen drohten, wurde es provisorisch mit Spanplatten gesichert.

Die Feuerwehr Höchstadt wurde zwischenzeitlich zu einem Brandeinsatz gerufen, der schnell abgewickelt werden konnte: Ursache war hierbei ein in Flammen aufgegangener Staubsauger in einer Wohnung in der Hirtengasse, der auch zu einer stärkeren Rauchentwicklung geführt hatte.

Daneben galt es auch für die Höchstädter Feuerwehren, in und rund um die Stadt Sturmschäden zu beseitigen, die sich bis zum Nachmittag auf sieben summierten. Des Weiteren wurden aus dem Bereich Lonnerstadt entsprechende Einsätze vermeldet, und auch weiter im westlichen Bereich waren die Wehren gefordert: Die Feuerwehr Zeckern wurde zweimal gerufen, um auf der Fahrbahn liegende Bäume zu entfernen, die Röttenbacher Kollegen mussten ebenfalls eine Straße wieder passierbar machen und wurden zudem auf einem Haus liegenden Baum alarmiert.

Inspektionsbereich 3:

Die Feuerwehr Herzogenaurach wurde insgesamt sieben Mal zur Beseitigung unterschiedlicher Sturmschäden alarmiert, die Werkfeuerwehr Schaeffler wickelte drei weitere Einsätze ab. Daneben kamen auch die Feuerwehren Burgstall, Falkendorf, Hammerbach und Niederndorf in ihren Bereichen zum Einsatz.

Die Feuerwehr Heßdorf wurde zu einem auf ein Haus gestürzten Baum nach Röhrach gerufen und musste danach noch ein Gartenhaus sichern, das der Sturm losgerissen hatte und auf die Fahrbahn zu wehen drohte. Auf der Staatsstraße 2240 zwischen Buch und Klebheim mussten durch die FF Hesselberg drei umgestürzte Bäume beseitigt werden. Auch die Feuerwehr Weisendorf musste in ihrem Zuständigkeitsbereich zweimal tätig werden.

In Untermembach drohte der Kerwabaum auf die Kreisstraße ERH 14 zu stürzen. Er wurde durch die Feuerwehr mit einer Seilwinde wieder gerade gerückt und mit weiteren Keilen gesichert.

Inspektionsbereich 4:

Weniger Glück hatte der Kerwabaum in Igelsdorf: Bei ihm knickte „Egon“ die Spitze ab, so dass die FF Igelsdorf zusammen mit den Kollegen aus Baiersdorf die obere Hälfte des Baumes entfernen mussten. Die FF Baiersdorf wurde danach zusammen mit der FF Wellerstadt zu einem auf ein Haus gestürzten Baum im Wellerstädter Weg sowie zu zwei umgestürzten Bäumen auf der Kreisstraße zwischen der Meerrettichstadt und Röttenbach gerufen. Zwischendurch erfolgten, unabhängig vom Sturm, zwei weitere Alarmierungen, zuerst zu einem First Responder-Einsatz bei einem medizinischen Notfall und dann zusammen mit der FF Igelsdorf zur Unterstützung des Rettungsdienstes mit der Drehleiter in Igelsdorf. Am späten Abend stand dann, nach einer planmäßigen Übung, noch ein Brandmeldeanlagenalarm in der Mehrzweckhalle einschließlich kurzfristiger Räumung einer dortigen Veranstaltung sowie ein weiterer First Responder-Einsatz im Seniorenheim "auf dem Programm".

Die Feuerwehr Bubenreuth hatte in ihrem Zuständigkeitsbereich ebenfalls mehrere Bäume, die auf die Fahrbahn gestürzt waren bzw. umzustürzen drohten, zu beseitigen. In Buckenhof war durch die Feuerwehr eine abgeknickte Straßenlaterne zu sichern. Die Drehleiter der FF Uttenreuth musste ebenfalls zunächst in Buckenhof zum Einsatz kommen, um eine lose Kaminabdeckung in Sicherheit bringen zu können. Im Anschluss wurde sich nach Dormitz im Landkreis Forchheim gerufen, wo der Sturm eine Blechverkleidung an einem Gebäude losgerissen hatte. In Spardorf musste die örtlich zuständige Wehr einen über der Fahrbahn liegenden Baum entfernen.

Im Oberland wurde die Feuerwehr Kalchreuth zu insgesamt sieben Einsätzen alarmiert, wo Bäume auf die Fahrbahn gestürzt waren oder Dächer teilweise abgedeckt worden waren. Auch ein Mast, der auf die Gleise der Gräfenbergbahn zu fallen drohte, musste gesichert werden. Die Feuerwehr Heroldberg kam viermal bei Sturmschäden zum Einsatz, ebenso mussten die FF Herpersdorf und Benzendorf in ihren Zuständigkeitsbereichen wegen „Egon“ tätig werden.

Die Höhe der Sachschäden ist noch nicht bezifferbar, zum Glück kamen im Landkreis aber durch den Sturm und seine Folgen keine Menschen zu Schaden!

Unser herzlichster Dank geht an alle eingesetzten Kameradinnen und Kameraden, verständnisvolle Arbeitgeber, Kollegen und Familien und an das Team der Glossary Link ILS Nürnberg, die heute mit Sicherheit auch keinen leichten Tag hatten!

 

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Text: Glossary Link KBM Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V.

Bilder (vielen Dank): FF Igelsdorf, FF Neuhaus a. d. Aisch