KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Businsassen hatten Schutzengel

Höchstadt a. d. Aisch. Da waren die leeren Sitzreihen im Bus wohl mit einigen Schutzengeln besetzt: Mit hohem Sachschaden, zum Glück aber „nur“ drei verletzten Personen ging am Freitagvormittag ein Unfall zwischen einem Reisebus und einem Lastzug vergleichsweise glimpflich ab.

Am 29. Dezember um 10:19 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg den Rüstzug der Feuerwehr Höchstadt a. d. Aisch, den Inspektionsdienst des Landkreises Erlangen-Höchstadt, den THW-Ortsverband Baiersdorf, Notärzte und Einheiten des Rettungsdienstes aus der gesamten Region mit dem Hinweis auf einen schweren Unfall zwischen einem Bus und einem LKW auf der Autobahn BAB3 zwischen den Anschlussstellen Pommersfelden und Höchstadt-Ost in Fahrtrichtung Nürnberg. Aufgrund des zu erwartenden Schadensbildes wurden auch gleich Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung des Kreisfeuerwehrverbands zur Einsatzstelle entsandt.

Wenige hundert Meter vor der Ausfahrt Höchstadt-Ost war der vom Flughafen Frankfurt kommende und mit 21 Personen besetzte Fernreisebus aus noch ungeklärter Ursache in das Heck eines vorausfahrenden Lastzugs geprallt. Während dessen Lenker mit dem Schrecken davon kam und an dem stabilen Sattelauflieger nur vergleichsweise geringer Sachschaden entstand, wurde die Front des Busses schwer beschädigt. Drei Insassen, darunter der Busfahrer, erlitten Verletzungen.

Die ersteintreffenden Kräfte, die während der Anfahrt mit dem Schlimmsten gerechnet hatten, konnten so erst einmal durchatmen. Zwei Rettungswagenbesatzungen nahmen zunächst einmal zusammen mit Notärzten eine Erfassung und Sichtung aller am Unfall beteiligten Personen vor. Durch die Sanitätseinsatzleitung wurden sechs Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber und insgesamt drei Notärzte direkt an die Einsatzstelle dirigiert. Sämtliche weiteren Kräfte des Rettungsdienstes, darunter auch Einheiten der Berufsfeuerwehr Nürnberg, die die medizinische Ausstattung für einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ mitführten, wurden in Bereitstellungsräume geschickt, von denen aus sie die Einsatzstelle bei Bedarf schnell hätten erreichen können. Dies wurde zum Glück nicht notwendig. Nach der Erstversorgung der Verletzten wurden diese mit Rettungswagen in umliegende Kliniken transportiert.

Totalsperrung der Autobahn in Richtung Süden

Durch die Feuerwehr Höchstadt wurde die Autobahn in Richtung Süden total gesperrt, so dass Rettungs- und Bergungsfahrzeuge an der Anschlussstelle Höchstadt-Ost die Unfallstelle entgegen der Fahrtrichtung anfahren und so problemlos erreichen konnten. Gleichzeitig wurde der Bus gesichert und der Brandschutz an der Unfallstelle sichergestellt.

Die weiteren Businsassen wurden bis zum Eintreffen eines Ersatzbusses, der von einem Busunternehmen aus Höchstadt samt Fahrer sofort bereit gestellt wurde, durch Einsatzkräfte betreut. Bedingt durch die Totalsperrung der Autobahn in Fahrtrichtung Süden und die Ausleitung des Verkehrs waren die Umleitungsstrecken ebenfalls blockiert. Helfer des THW kümmerten sich deshalb darum, dass dieser die Einsatzstelle schnell erreichen konnte, Feuerwehrleute luden das Gepäck der Reisenden aus dem fernöstlichen Raum um, die dann nach Nürnberg, dem ersten Ziel ihrer Sightseeing-Tour durch Europa, gebracht wurden.

Während der Sattelzug seine Fahrt selbstständig fortsetzen konnte, musste der Bus durch eine Bergungsfirma für den Abtransport vorbereitet werden, bevor er mit einem Spezialfahrzeug abgeschleppt werden konnte.

Über die Unfallursache, die Schwere der Verletzungen sowie den entstandenen Sachschaden können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden, die Verkehrspolizeiinspektion Erlangen hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen.

Folgeeinsatz

Noch während die letzten Kräfte der Feuerwehr Höchstadt vor Ort tätig waren, erfolgte die Alarmierung der Wehr zu einem weiteren, gemeldeten LKW-Unfall nahe der Raststätte Steigerwald-Süd. Dieser stellte sich jedoch kurze Zeit später als Bagatellunfall heraus, so dass die Feuerwehren aus Höchstadt, Wachenroth und Schlüsselfeld sowie die Kräfte des Rettungsdienstes den Einsatz schnell abbrechen konnten.

Im Einsatz:

FF Höchstadt a. d. Aisch: Glossary Link KdoW, ELW1, 2 HLF20, Glossary Link RW, TLF20/40, LF16-TS, Glossary Link VSA, ÖSA

Kreisbrandinspektion ERH: Glossary Link KBR M. Rocca, Glossary Link KBM O. Kronester, KBM S. Brunner

THW-OV Baiersdorf: Fachberater, GKW1, Glossary Link MZF, VW-Bus

KFV ERH: PSNV-E mit MZF FF Heroldsberg

Rettungsdienst (an Glossary Link ESt): LNA, 2 Notärzte, Glossary Link RTH Christoph 27, 6 Glossary Link RTW, OrgL, ELRD, UG-SanEL

VPI Erlangen: Mehrere Streifenfahrzeuge

In Bereitstellungsräumen:

Schnelleinsatzgruppen der BRK-Bereitschaften Höchstadt a. d. Aisch, Baiersdorf, Herzogenaurach und des ASB Erlangen-Höchstadt

Rettungsdienstkomponente BF Nürnberg, u.a. mit ELW1 , RTW, Glossary Link HLF, WLF mit AB-MANV

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Bericht und Bilder: KBM Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V.