KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

Für Musik, Einsatz und Treue zum Verein

20170119 hza ehrung 03

Herzogenaurach. Außergewöhnliche Ehrungen standen bei der Mitgliederversammlung der FF Herzogenaurach an, sowohl hinsichtlich der Auszeichnungen als auch des zu ehrenden Personenkreises.

Zunächst einmal konnte 1.Vorsitzender Thomas Geiger jedoch eine große Zahl anwesender Ehrenmitglieder, Aktiver und Vereinsmitglieder im nahezu vollbesetzten Unterrichtsraum der Feuerwache begrüßen, dazu als Ehrengäste Landrat Alexander Tritthart und 1.Bürgermeister Dr. German Hacker, seitens der Feuerwehrführung des Landkreises Kreisbrandrat Matthias Rocca, die Kreisbrandinspektoren Norbert Rauch und Manfred Schattan sowie die Kreisbrandmeister Jochen Hofmockel und Stefan Brunner.

Schriftführer Stefan Rabl blickte im Bericht des Vereines über die vielfältigen Veranstaltungen und Events im abgelaufenen Jahr zurück. Aktuell gehören der Feuerwehr Herzogenaurach 171 aktive und 28 passive Vereinsmitglieder, 33 Ehrenmitglieder sowie 811 fördernde Mitglieder an. Nach dem anschließenden Kassenbericht von Alexander Schöpp und dem Kassenprüfbericht erfolgte die einstimmige Entlastung durch die Versammlung. Bei der folgenden, turnusgemäßen Neuwahl der Kassenprüfer wurden Carina Welker und Dieter Kolb einstimmig gewählt.

Jasmin Gumbrecht konnte sich im Bericht des Spielmannszuges über die stolze Zahl von 41 Spielleuten freuen. Neben zahlreichen Auftritten trafen sich die Musiker zu 26 Anfänger- und 15 Gesamtübungen. Dafür galt den Spielleuten, den Nachwuchsausbildern und dem Orga-Team ihr besonderer Dank.

Auf die beeindruckende Zahl von 246 Einsätzen im Jahr 2017 ging 1.Kommandant Rainer Weber im Bericht des Kommandanten ein, die sich aus 40 Brandeinsätzen, 112 technischen Hilfeleistungen, 55 BMA-Täuschungsalarmen, 18 Sicherheitswachen und 21 sonstigen Einsätzen zusammensetzt, die von den 99 aktiven Feuerwehrdienstleistenden abgearbeitet wurden. Dabei wurden 12 Personen gerettet, 2 konnten leider nur noch tot geborgen werden. 2 Feuerwehrleute wurden leider im Einsatz verletzt. 21 Jugendliche bereiten sich aktuell in der Jugendgruppe auf den Einsatzdienst vor, und in der Bambinigruppe sind 24 Kinder bereits Feuer und Flamme für den Brandschutz. Damit, so Rainer Weber, befinde man sich allerdings an der Grenze dessen, was für die Ausbilder und Betreuer noch leistbar sei: 16 Zugübungen und 151 Gruppenübungen der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr, 17 Übungen der Kinderfeuerwehr, 22 weitere Ausbildungen, 12 sonstige Übungen und 8 Prüfungen lassen den Aktiven in Verbindung mit 40 Lehrgangsteilnahmen an den Feuerwehrschulen und 33 auf Landkreisebene sowie 45 Teilnahmen an Zusatzausbildungen am Standort fast keine Luft mehr nach oben.

Zur Bewältigung der Einsätze konnten 2017 ein neues HLF20, zwei neue Hubschrauber-Außenlastbehälter samt Transportanhänger sowie neue persönliche Schutzausrüstung in Dienst gestellt werden. Diese werde 2018 weiter ergänzt, und auch ein neuer Einsatzleitwagen werde beschafft.

Persönliche Leistung muss natürlich auch belohnt werden, und so konnte Rainer Weber im Anschluss an seinen Bericht zahlreiche Ernennungen aussprechen.

Zum Feuerwehrmann:

Dominik Braun, Julian Dietz, Canali Ekici, Justin Grimm, Franz Grumann, Florian Herbig und Gianluca Negri

Zur/zum Oberfeuerwehrfrau/-mann:

Claudia Schulz, Stefan Hußenether, Oliver Kellermann, Bastian Kreiner, Dennis Noheimer, Stefan Rabl

Zum Löschmeister:

Moritz Dieckmann

Zur/zum Oberlöschmeister(in):

Stephanie Maier, Roland Kummeth, Peter Welker

Zum Hauptlöschmeister:

Martin Maes

Zum Brandmeister:

Michael Schöpp

 

Für ihr langjähriges Wirken im Spielmannszug der FF Herzogenaurach wurden dann zahlreiche Spielleute und auch Mitarbeiter im Orga-Team geehrt. Kreisbrandinspektor Manfred Schattan überreichte hierzu die Auszeichnungen der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. und des Landesfeuerwehrverbands Bayern:

Bandschnalle für 10 Jahre im Orga-Team:

Armin Gumbrecht, Alexandra Gumbrecht, Doris Stäbler, Klaus Stäbler, Petra Taschner, Lothar Taschner

Ehrenurkunde und Bandschnalle für 10 Jahre aktive Tätigkeit:

Mareen Ording (Querpfeife), Pascal Gumbrecht (Paradetrommel / Ausbilder), Ajdin Sainovic (Paradetrommel)

Ehrenurkunde und Bandschnalle für 20 Jahre aktive Tätigkeit:

Sabrina Stäbler (Fanfare), Anke Bündgens (Querpfeife), Georg Bündgens (Pauke)

Ehrenurkunde und Bandschnalle für 25 Jahre aktiveTätigkeit:

Claudia Albrecht (Querpfeife), Stefan Hagen (Schellenbaumträger)

Ehrenurkunde und Bandschnalle für 30 Jahre aktive Tätigkeit:

Harald Grimm (Landsknecht), Franz Hagen (Fanfare)

Ehrenurkunde und Bandschnalle für 40 Jahre aktive Tätigkeit:

Jürgen Gumbrecht (Landsknecht, ehem. Spielmannszugführer und aktuell Stellv. Stabführer), Gerhard Welker (Fanfare)

Daran anschließend erfolgte die Ehrung langjährig aktiver Einsatzkräfte und zugleich für deren Vereinsmitgliedschaft:

10 Jahre:

Pascal Gumbrecht, Bastian Kreiner, Christian Matthäus, Jürgen Mayer, Hans Heiko Ross, Ajdin Sainovic

20 Jahre:

Sebastian Bock, Sabrina Stäbler, Marco Weiß

Eine nicht alltägliche Ehrung konnte dann Landrat Alexander Tritthart vornehmen: Seit 25 Jahren leistet Matthias Rocca aktiven Feuerwehrdienst. Mit einer sehr launigen und „aufschlussreichen“ Laudatio über dessen mustergültige Feuerwehrkarriere vom Einstieg in die Jugendfeuerwehr Herzogenaurach bis zum jetzigen Wirken als Kreisbrandrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt sorgte er dabei im Saal für schmunzelnde Gesichter: So sei Matthias Rocca in seiner Jugend häufiger im Gerätehaus als zu Hause oder in der Schule anzutreffen gewesen, und schon bald habe man das Potential erkannt, dass in ihm steckte, auch wenn nicht jede seiner Ideen nachhaltig umgesetzt werden konnte, wie beispielsweise die Entwicklung eines „innovativen Antriebs“ für das Feuerwehrboot. Schnell bewährte er sich aber in verschiedensten Funktionen wie Atemschutzgerätewart und –ausbilder, als Maschinist und Gruppenführer und bald schon auch in der Jugendarbeit. Und so war es dann auch nicht verwunderlich, dass sich Matthias Rocca eine Aussage im damaligen Leitfaden für die Jugendarbeit der Feuerwehren Bayerns („Der Jugendwart von heute ist vielfach der Kommandant von morgen“) verinnerlichte und im Jahr 2007 tatsächlich dieses verantwortungsvolle Amt übernahm, verbunden mit der Tätigkeit als Kreisbrandmeister. In dieser Zeit wirkte er bei der Sanierung und Erweiterung der Gerätehäuser der Stadt Herzogenaurach ebenso federführend mit wie bei der Erneuerung des Fuhrparks und der Ausrüstung der Wehren, wobei er zugleich großen Wert auf eine solide und zeitgemäße Ausbildung der Einsatzkräfte legte.

2014 wurde er schließlich zum Kreisbrandrat des Landkreises gewählt. Tritthart freute er sich, in Matthias Rocca einen innovativen und verlässlichen Mitstreiter im Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises zu haben, der sein Amt fast zum gleichen Zeitpunkt wie er selbst übernommen habe, und mit dem er und das Landratsamt sehr harmonisch und erfolgreich zusammenarbeiten könne.

Dafür zeichnete Tritthart dann Matthias Rocca mit der Dankurkunde und dem Ehrenzeichen des Freistaats Bayern in Silber für 25-jährige aktive Dienstzeit aus – nicht ohne mit einem Augenzwinkern, so wie bei anderen Ehrungsterminen auch, mit Blick auf weitere, für 40 Jahre Einsatzdienst auszuzeichnende Kameraden festzustellen: „Da ist noch Luft nach oben!“

Diese Ehrung wurde dann Roland Kern und Klaus Philipp zuteil, die beide auf vier Jahrzehnte zurückblicken können. Für dieses großartige Engagement überreichte ihnen der Landrat ebenfalls die Dankurkunde sowie das Ehrenzeichen des Freistaats Bayern in Gold für 40-jährige aktive Dienstzeit. Darüber hinaus dürfen sie sich über einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim in Bayerisch Gmain freuen. Damit sie diesen nicht alleine antreten müssen, übergab ihnen 1. Bürgermeister Dr. German Hacker jeweils auch einen Gutschein über einen Freiaufenthalt für die Partnerin, den die Stadt Herzogenaurach als Dankeschön dafür vergibt, dass diese deren ehrenamtliches Engagement bereits seit vielen Jahren mittragen. Seitens des Feuerwehrvereins bedankte sich 1.Vorsitzender Thomas Geiger bei den Geehrten und überreichte ihnen jeweils ebenfalls ein Geschenk.

Für die vielen Helfer, die in den vergangenen Jahrzehnten bei der alljährlichen Nikolausaktion der FF Herzogenaurach mitwirkten, hatte der Vorsitzende anschließend jeweils eine Schokoladen-Nikolaus aus Dankeschön parat.

Nach den Ehrungen ließen es sich die Ehrengäste nicht nehmen, auch noch einige Worte an die Versammlung zu richten. 1.Bürgermeister Dr. German Hacker betonte, dass die Bezeichnung „Feuerwehrfamilie“ wohl am besten beschreibe, was sich hinter der Feuerwehr Herzogenaurach verberge, seien doch inzwischen alle Generationen von Bürgern in ihr vertreten. Es sei mit deren Verdienst, dass man sich in der Stadt sicher fühlen könne. Und dies gelte nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die vielen Einpendler, die dafür sorgten, dass sich tagtäglich mehr als 40.000 Menschen innerhalb der Stadtgrenzen aufhalten. Dafür gelte der Feuerwehr Herzogenaurach der höchste Respekt des Stadtrats und der Bevölkerung.

Landrat Alexander Tritthart stellte fest, dass es für die Bevölkerung selbstverständlich sei, dass sich in Notsituationen andere Leute in rote, weiße oder blaue Autos setzen und kommen, um zu helfen. „Doch das ist es eben nicht!“, mahnte er. Es müsse ins Bewusstsein der Bevölkerung dringen, dass der ehrenamtliche Dienst in der Feuerwehr etwas Besonderes sei, nicht vergleichbar mit den Angeboten vieler anderer Verein oder Freizeitaktivitäten. Er selbst freue sich schon darauf, im Juni in das neue Landratsamt umziehen zu dürfen, denn nicht zuletzt werden dann auch die Möglichkeiten für die Unterstützung der Feuerwehren stark verbessert werden können.

Kreisbrandrat Matthias Rocca freute sich, heute in seiner Heimatfeuerwehr geehrt worden zu sein. Er informierte über den Stand der Beschaffung des Wechselladersystems des Landkreises sowie über die vorgesehene Indienststellung eines neuen Einsatzleitwagens für die Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“. Für das Jubiläumsjahr wünschte der der Feuerwehr Herzogenaurach gutes Gelingen und äußerte den Wunsch: „Kommt bitte immer gesund von Euren Einsätzen zurück!“

  • 20170119_hza_ehrung_01
  • 20170119_hza_ehrung_02
  • 20170119_hza_ehrung_03
  • 20170119_hza_ehrung_04
  • 20170119_hza_ehrung_05
  • 20170119_hza_ehrung_06
  • 20170119_hza_ehrung_07
  • 20170119_hza_ehrung_08
  • 20170119_hza_ehrung_09
  • 20170119_hza_ehrung_10
  • 20170119_hza_ehrung_11
  • 20170119_hza_ehrung_12
    

Bericht und Bilder: Glossary Link KBM Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V.

Blutspendetermine

Suchen Sie den aktuellen Blutspendetermin in:

Einsatzstatistik