KreisFeuerwehrVerband

Erlangen-Höchstadt e.V.

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140 Jahre Feuerwehr Wachenroth

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Es gibt so Veranstaltungen, da passt einfach alles perfekt zusammen: Der Anlass, die Leute, der Ort, die Stimmung. Und wenn dann auch noch Kaiserwetter dazukommt, so wie am Sonntag beim 140. Gründungsjubiläum und der Segnung eines neuen Einsatzfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Wachenroth, da möchte man am liebsten gar nicht nach Hause gehen, und der Tag kann einem einfach nur in bester Erinnerung bleiben.

Pater Gabriel Ramos Valiente eröffnete den Festtag am Feuerwehrhaus Wachenroth mit seiner Begrüßung zum Gottesdienst. Selbst begeisterter freiwilliger Feuerwehrmann, stellte er seine Predigt unter den Leitsatz der vorangegangenen Lesung aus dem Galaterbrief: „Einer trage des Anderen Last!“ und hielt fest, dass sich das 140-jährige Bestehen unter diesem Motto sehr wohl sehen lassen könne. Der Zusammenschluss einer Freiwilligen Feuerwehr sei ein konkreter Schritt, des Andern Last zu übernehmen. Freilich sei wirksame Hilfe aber nur dann möglich, wenn sich die darin vereinten Menschen vorher in unzähligen Stunden darauf vorbereitet sowie Durchhaltevermögen und Treue zur Feuerwehr bewiesen hätten. Dafür sprach er der Feuerwehr seinen Dank aus.

Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von der Musikkapelle „Die kleine Dorfmusik“ aus Wachenroth. Was die Musiker dabei in großer Besetzung präsentierten, war allerdings alles andere als „klein“ oder „Dorfmusik“: Mit ihrer Intonation der Lieder der „Schubert-Messe“ bis hin zu „You raise me up“ stellten sie ihre Virtuosität und ihre musikalische Vielfalt eindrucksvoll unter Beweis und gaben dem Gottesdienst zusätzlich eine besondere Note.

Vor dem eigentlichen Segen erbat Padre Gabriel bei der Weihe des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs insbesondere für die künftig damit zum Einsatz fahrenden Einsatzkräfte den Schutz Gottes.

Danach begrüßte der 1.Vorsitzende der Feuerwehr Wachenroth, Markus Bauernfeind, die vielen hundert Gäste in der Fahrzeughalle sowie unter den Sonnenschirmen im Feuerwehrhof. Sein besonderer Gruß galt unter dabei unter anderem dem 1. Bürgermeister der Marktgemeinde, Friedrich Gleitsmann, dessen beiden Stellvertretern und Landrat Alexander Tritthart. Seitens der Feuerwehr freute er sich über die Anwesenheit von Kreisbrandrat Matthias Rocca und zahlreicher Kreisbrandinspektoren und –meistern, die Patenfeuerwehren aus Schlüsselfeld, Warmersdorf-Buchfeld und Weingartsgreuth sowie die Abordnungen der Nachbarfeuerwehren aus den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Bamberg.

Sein Dank galt der Gemeinde Wachenroth, bei der der Wunsch nach einem neuen Mannschaftstransportfahrzeug sofort auf offene Ohren gestoßen sei. Immerhin habe der Vorgänger des heute neu in Dienst gestellten Mannschaftstransportfahrzeugs mittlerweile 25 Dienstjahre zu verzeichnen, davon 18 bei der Feuerwehr Wachenroth. Eine zeitgemäße Ausrüstung und Technik stelle die eine Säule für eine zukunftsfähige, erfolgreiche Feuerwehrarbeit dar. Die zweite Säule sei die Sicherung des Personalbestands, wofür man hier erfolgreich auf eine starke Jugendgruppe und mit den „Löschzwergen“ auf eine engagierte Kinderfeuerwehr setze. Markus Bauernfeind betonte, er sei stolz darauf, dass beide Säulen bei der Feuerwehr Wachenroth sicher aufgestellt seien und man beruhigt in die Zukunft blicken könne.

1.Bürgermeister Friedrich Gleitsmann stellte fest, es sei oberstes Ziel, die Feuerwehren der Gemeinde so auszustatten, dass sie ihren mannigfaltigen Aufgabenstellungen auch gerecht werden könnten, Aufgaben, die mit denen vor 30, 40 Jahren schon nicht mehr vergleichen kön-ne, und erst recht nicht mit denen zum Zeitpunkt der Gründung der Wehr im Jahr 1878. Sehr wohl wisse man in der Gemeinde dabei auch um die Auslastung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte in ihrer Freizeit für Einsätze, Übung und Ausbildung.

Dann übergab er die Fahrzeugschlüssel an den 1.Kommandanten, Glossary Link KBM Roland Kauppert, und wünschte allzeit gute Fahrt und erfolgreiche Einsätze mit dem neuen Mannschaftstransporter. Für den Verein hatte er einen Spendenscheck dabei.

Landrat Alexander Tritthart betonte, dass er sehr gern nach Wachenroth gekommen sei, und gratulierte sowohl persönlich als auch im Namen des Landkreises, des Kreistages und der Bürgerinnen und Bürger zum Jubiläum und zum neuen Fahrzeug. Gerade in den letzten Wochen hätten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei zahlreichen belastenden und schwierigen Einsätzen, aber auch als Folge der aktuellen Wetterkapriolen ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dabei werde es immer schwieriger, aufgrund veränderter gesellschaftlicher, schulischer und beruflicher Rahmenbedingungen auch tagsüber dieselbe Sicherheit zu gewährleisten. Umso schöner sei es dann, zu sehen, wenn wie hier in Wachenroth durch die vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit dieser Entwicklung erfolgreich entgegen gewirkt werde. Sein Dank galt der Gemeinde für die Finanzierung des neuen Fahrzeugs, wozu auch seinerseits eine Obulus unterwegs sei, nicht ohne diesen mit einem Herzenswunsch zu verbinden: „Kommt mir bitte von Euren Einsätzen immer heil zurück!“

Kreisbrandrat Matthias Rocca hielt fest: „140 Jahre und ein neues Fahrzeug sind schon ein Grund zum Feiern!“. Gleichzeitig bedeuteten 140 Jahre unzählige Einsätze zu jeder Tages- und Nachtzeit, gäbe es doch kaum mehr einen Bereich, in dem die Feuerwehr nicht mehr tätig werde. Vom Mülleimerbrand bis zum Großfeuer, von einfachsten technischen Hilfen bis hin zum schweren LKW-Unfall müsse man heute mit allem rechnen, wobei die Feuerwehr Wachenroth aufgrund ihrer Ausstattung dabei überörtliche Bedeutung besitze. Er bedankte sich für die tolle Jugendarbeit und das Engagement für die „Löschzwerge“ und wünschte der Wehr gute Fahrt mit dem neuen Fahrzeug und alles Gute.

Nach weiteren Grußworten der Vorsitzenden der FF Weingartsgreuth und des Sportvereins Wachenroth bedankte sich 1.Vorsitzender Markus Bauernfeind für die zahlreichen Spenden anlässlich des Jubiläums, für die Unterstützung durch örtliche Firmen, Gemeindeverwaltung und –bauhof sowie zahlreiche Mitglieder und Helfer und für die musikalische Umrahmung durch „Die kleine Dorfmusik“.

Mit der Vorführung eines kurzen Videoclips der „Löschzwerge“ leitete er augenzwinkernd zum gemütlichen Teil des Festes und zum Mittagessen über: „Da sind diejenigen zu sehen, die in 10 Jahren für das 150-jährige Jubiläum zuständig sind!“

Danach wurde das Jubiläum bis in den Abend hinein zünftig gefeiert, weniger als „klassisches“ Feuerwehrfest, sondern vielmehr als ein buntes Bürgerfest, bei dem die Wachenrother zeigten, wie sehr sie hinter dem Geburtstagskind, ihrer Freiwilligen Feuerwehr, stehen und es einfach ein Teil von ihnen ist!

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Bericht und Bilder: Glossary Link KBI Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V

 

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